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Patrick LuratiWeb-Entwicklung & LLM-Integration
Porträt von Patrick Lurati
Patrick LuratiAI Freelancer

Vom Menschen übers Modell ins System. Ich designe die Layer dazwischen.

Sprachverarbeitung, Retrieval und Schnittstellen — eingebaut in Anwendungen, die täglich laufen. Self-hosted, dokumentiert, übergabefähig.

Projekt besprechen → Wie ich arbeite ↓
01 / 06

Arbeits­bereiche

Sechs Bereiche, die sich in der Praxis meist überschneiden.

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01

Text zu strukturierten Daten

Freitext ist das Format, in dem Menschen denken — und das schlechteste, mit dem Systeme arbeiten können. Ich baue die Übersetzung dazwischen: Extraktionslogik, die aus unstrukturierten Eingaben verlässlich saubere Datensätze macht.

Tool Calling und erzwungene Schemata statt gehoffter Formate. Validierung gegen Schema, definiertes Verhalten bei Teilinformationen, Fallbacks wenn das Modell nichts Brauchbares liefert. Der Unterschied zwischen einer Demo und einem Produktivsystem liegt fast immer im Umgang mit dem Fehlerfall, nicht im Prompt.

02

RAG und semantische Suche

Der Nutzen eines Sprachmodells hängt weniger vom Modell ab als davon, was es zum Zeitpunkt der Antwort vor sich hat. Bestände werden in Embeddings überführt, in einer Vektordatenbank abgelegt und zur Laufzeit nach Bedeutung durchsucht statt nach Stichwort — die Antwort steht dann auf den tatsächlichen Daten.

Ich habe solche Systeme vollständig selbst gehostet aufgebaut, mit Qdrant als Datenbank. Der Aufwand steckt nicht im Einbetten, sondern in der Segmentierung, der Neuindexierung und der Frage, wie das System reagiert, wenn zur Anfrage nichts Passendes existiert. Ein Modell, das dann trotzdem antwortet, ist schlimmer als eines, das schweigt.

03

Sprache und Audio

Speech-to-Text-Pipelines für Anwendungen, in denen gesprochen statt getippt wird — mehrsprachig, mit Nachbearbeitung für Fachbegriffe und Eigennamen, die Transkriptionsmodelle zuverlässig falsch verstehen.

Umgesetzt unter anderem als Telefon-Agents, die im Dialog Informationen aufnehmen und direkt an nachgelagerte Systeme übergeben. Der schwierige Teil ist selten die Transkription, sondern was danach passiert: Zuordnung, Rückfragen bei Unklarheit, sauberer Abbruch statt Halluzination.

04

Schnittstellen und MCP

Daten nutzbar machen für Systeme, die es beim Bau der Datenbank noch nicht gab. REST- und JSON-APIs, dazu MCP-Server als Standard für den Zugriff durch KI-Assistenten.

Ich habe in sechs Jahren mit sehr unterschiedlichen APIs gearbeitet — sauber dokumentierten und solchen, die niemand mehr erklären konnte. Bei Schnittstellen entscheidet die Dokumentation darüber, ob sie in zwei Jahren noch jemand benutzt.

05

Automatisierung

Wiederkehrende Abläufe, die quer über mehrere Systeme laufen: aus dem Formular ins CRM, aus dem CRM in die Abrechnung, aus der Abrechnung in die Ablage. Gebaut mit n8n auf eigener Infrastruktur, damit die Daten dabei nicht durch fremde Clouds wandern.

Der interessante Teil ist nicht der Normalfall, sondern der Ausfall eines Schritts: Wiederholung, Benachrichtigung an einen Menschen, und ein Protokoll, aus dem hervorgeht, was gelaufen ist und was nicht. Eine Automatisierung, die still scheitert, richtet mehr Schaden an als gar keine.

06

Web und Betrieb

Frontend und Backend, Hosting, Deployment, Wartung. Sechs Jahre Produktionsbetrieb — inklusive der Teile, die niemand gern macht: Backups, Migrationen, Fehlersuche in Systemen, die jemand anderes gebaut hat.

Das ist der Grund, warum die Sachen aus den fünf Bereichen davor nicht nur im Demo-Video funktionieren. Wer selbst betreibt, baut anders.

Arbeitsweise

Wie ich arbeite

Vier Punkte, bei denen ich nicht flexibel bin.

Sensible Daten bleiben, wo sie hingehören.

Für personenbezogene Verarbeitung nutze ich selbst gehostete Infrastruktur auf deutschen Servern statt US-Cloud-Automatisierung. Das ist langsamer im Aufsetzen und der einzige Weg, bei dem die DSGVO-Frage nicht auf „wird schon“ hinausläuft.

Das richtige Modell, nicht das größte.

Modellwahl ist eine Kostenfrage und eine Qualitätsfrage zugleich. Für Extraktionsaufgaben ist das stärkste Modell oft nicht das beste — kleinere sind schneller, günstiger und bei klar umrissenen Aufgaben genauer. Ich teste das, statt es zu vermuten.

Dokumentation ist Teil der Leistung, nicht ein Anhang.

Jedes System wird so übergeben, dass eine dritte Person es warten kann. Nicht aus Ordnungsliebe, sondern weil undokumentierte Automatisierung eine Zeitbombe ist — sie funktioniert genau so lange, bis sie es nicht mehr tut und niemand mehr weiß, warum.

Iterativ, mit echtem Feedback.

Erst ein funktionierender schmaler Ausschnitt, dann Erweiterung entlang dessen, was sich in der Nutzung zeigt. Ich habe genug Systeme gesehen, die vollständig spezifiziert und trotzdem an der Realität vorbei gebaut waren.

Hintergrund

Woher das kommt

Seit über sechs Jahren baue und betreue ich Webanwendungen — angefangen bei WordPress, inzwischen ebenso mit modernen JS-Stacks. In den letzten zwei Jahren ist der Schwerpunkt auf Sprachmodelle gewandert: Content-Systeme, automatisierte Auswertungen, Formularlogik, die aus Freitext Angebote rechnet, Synchronisation zwischen Systemen, die nie dafür vorgesehen waren, miteinander zu sprechen.

Meine Masterarbeit habe ich über KI im Suchmaschinenkontext geschrieben, zu einem Zeitpunkt, als der Großteil der heutigen Werkzeuge noch nicht existierte. Seitdem schule ich Angestellte in mehreren Unternehmen regelmäßig im praktischen Umgang mit Sprachmodellen — was gut funktioniert, wo die Grenzen liegen, und woran man erkennt, dass ein Modell überzeugend danebenliegt.

Stack
TypeScriptJavaScriptPHPREST/JSON APIsMCPRAG mit Qdrant und Embeddingsn8n (self-hosted)MakeCoolifyViteWordPressdeutscher VPS
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